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Schiefe Zähne: Was tun? Die unsichtbare Zahnkorrektur

By Team SmileClubKöln / 31.05.2019

Schiefe Zähne: Die unsichtbare Zahnkorrektur. Wie die durchsichtigen Zahnschienen Schritt für Schritt deine Zähne begradigen.

Schiefe Zähne sind ein optisches Problem. Aber auch gesundheitlich können schiefe Zähne zu vielen Unannehmlichkeiten führen und Schmerzen aber auch Krankheiten verursachen. Es gibt verschiedene Zahnfehlstellungen, die schiefe Zähnen in Kategorien einteilt und diese benennt. Je nachdem, welche Zahnfehlstellung vorliegt, kann diese unterschiedlich behandelt werden.

Die Zahnfehlstellungen - die verschiedenen Kategorien von schiefen Zähnen
Zahnfehlstellungen beschreiben jeweils eine bestimmte Art von schiefen Zähnen. Je nach Grad der Zahnfehlstellung, kann diese unterschiedlich gut behandelt werden. Es gibt verschiedene Methoden, die schiefen Zähnen ein Ende bereiten können. Einen Überblick über alle Zahnfehlstellungen, geben wir dir jetzt.

Der Überbiss - die oberen Zähne liegen vor den Unteren
Ein Überbiss beschreibt die Zahnfehlstellung, bei der die oberen Zähne deutlich vor den unteren Zähnen liegen. Zu den Ursachen zählen unzureichende Mundhygiene und eine übermäßige Entwicklung der Knochen aber auch erbliche Faktoren können für die Zahnfehlstellung verantwortlich sein. Ein Überbiss kann zu Erkrankungen und Problemen führen, weshalb er beseitigt werden sollte. Eine Erkrankung und Reizung des Zahnfleisches und die Abnutzung der unteren Zähne sind nur einige der Probleme, die durch einen Überbiss entstehen können. In jedem Fall kann der Überbiss mit Invisalign begradigt werden und die Beschwerden, die durch ihn entstehen vermieden.

Bei einem Unterbiss liegen die unteren Zähne vor den oberen Zähnen. Ursachen für diese Zahnfehlstellung sind vor allem ein geringes Wachstum des Oberkiefers und/oder ein übermäßiges Wachstum des Unterkiefers aber auch fehlende obere Zähne können eine Ursache darstellen. Die Zahnfehlstellung kann die Funktion der Frontzähne stark beeinträchtigen und eine Abnutzung dieser Zähne zur Folge haben. Auch Kiefer und Gelenkprobleme im Kiefer können durch einen Unterbiss entstehen und sehr unangenehm für den Betroffenen sein. Eine Behandlung der Zahnfehlstellung ist also nicht nur für das optische Bild wichtig, sondern auch, um gesundheitliche Beschwerden zu vermeiden oder zu eliminieren.

Der offene Biss - Kontaktmangel zwischen dem Ober- und Unterkiefer
Bei einem offenen Biss herrscht ein Kontaktmangel zwischen den Vorder- und Seitenzähnen des Ober- und des Unterkiefers. Diese Zahnfehlstellung kann zu einem erschwerten Schließen der Lippen, einer Überbeanspruchung der Kiefermuskulatur und zu Problemen beim Essen führen und somit den Betroffenen stark einschränken. Um diese Beschwerden zu vermeiden ist eine frühzeitige Therapie mit Invisalign erfolgversprechend und effektiv. Die Ursachen für einen offenen Biss sind meistens ein Vitamin D Mangel oder ein zu kleiner Mundraum, wodurch die Zunge gegen die vorderen Zähne drückt und diese auf lange Sicht hinweg verschiebt.

Der Kreuzbiss - einzelne Zähne verschieben sich
Bei einem Kreuzbiss liegt eine Fehlstellung des Unter- und des Oberkiefers vor. Meist trifft ein oberer Zahn auf die Innenseite des unteren Zahns und führt somit zur Zahnfehlstellung. Der Kreuzbiss verursacht bei der betroffenen Person Probleme, wie die Abnutzung der Zähne, ein gehemmtes Wachstum des Oberkiefers, eine Beeinträchtigung des Sprachverhaltens oder eine einseitige Überbelastung des Kiefergelenks. Ein Kreuzbiss kann von verschiedenen Faktoren verursacht werden zu den häufigsten Ursachen für die Zahnfehlstellung zählen allerdings das unregelmäßige Verhältnis von Unter zu Oberkiefer und diese Beeinflussung während dem Wachstum. Um den Beschwerden entgegenzuwirken ist es wichtig einen Kreuzbiss behandeln zu lassen.

Die Zahnlücke - optisch sehr auffallend
Zahnlücken sind Zwischenräume zwischen den Zähnen, die häufig zwischen den Schneidezähnen entstehen und optisch dementsprechend sehr auffallend sind. Sie können auch zwischen anderen Zähnen entstehen und zu Zahnfleischerkrankungen und Beschwerden beim Essen führen. Ursachen für Zahnlücken sind zu kleine Zähne im Verhältnis zum Kiefer, wodurch zu viel Platz entsteht und sich Lücken bilden können. Aber auch ein zu straffes Lippenbändchen kann zu einer Zahnlücke zwischen den vorderen Schneidezähnen führen. Die Zahnfehlstellung muss nicht zwingend begradigt werden, da es auch möglich ist beschwerdefrei mit ihr zu leben. Für die Meisten ist der optische Aspekt allerdings schon Grund genug, die Fehlstellung beheben zu lassen und die Zähne zu einem einheitlichen Bild begradigen zu lassen.

Der Engstand - der Kiefer bietet zu wenig Platz für alle Zähne
Bei einem Engstand der Zähne ist nicht genügend Platz für alle Zähne im Kiefer vorhanden. Der Kiefer ist im Verhältnis zu den Zähnen zu klein, wodurch sich die Zähne hintereinander und übereinander schieben. Diese Zahnfehlstellungen kann zu Zahnfleischerkrankungen führen, da sich die Zahnreinigung schwierig gestaltet und die Zahnfunktion beeinträchtigt ist. Bei der Behandlung eines Engstandes muss häufig ein Zahn gezogen werden, um genügend Platz zu schaffen und die anderen Zähne gerade zu verteilen. Um den Beschwerden entgegenzuwirken und das Ziehen eines gesunden Zahns zu vermeiden ist es wichtig einen Kreuzbiss behandeln zu lassen und die Zähne zu begradigen.

Schiefe Zähne behandeln - Invisalign oder Zahnspange
Um schiefe Zähne zu behandeln gibt es verschiedene Ansätze. Je nach Zahnstellung muss individuell beurteilt werden, welche sich am besten für die Begradigung der Zähne eignet. Von der diskreten Methode mit Invisalign Schienen bis hin zu Metall-Zahnspangen gibt es unterschiedliche Alternativen.

Die Invisalign Schienen - transparent, unkompliziert und schnell
Die Invisalign-Schienen bestehen aus einer für jeden Patienten individuell gefertigten transparenten Zahnschiene, die perfekt auf die Zähne passt. Diese Zahnschiene ermöglicht mithilfe von sogenannten Attachments, die auf den Zähnen befestigt werden, die Zahnbewegung. Alle zwei bis drei Wochen werden die Zahnschienen gewechselt und somit werden Schritt für Schritt die Zähne in die gewünschte Position gerückt. Mit den transparenten Schienen können nahezu alle Zahnfehlstellungen behandelt werden und das sehr diskret und so gut wie schmerzfrei.

Die Behandlungsdauer kann zwischen drei Monaten und zwei Jahren liegen, manchmal sogar länger. In der Zeit sollten die Schienen täglich für 22 Stunden getragen werden und nur zum Essen oder Reinigen herausgenommen werden. Die Behandlung ist eher für Erwachsene und Jugendliche geeignet, da viel Eigenverantwortung getragen werden muss beim gewissenhaften wechseln und tragen der Schienen. Die Dauer hängt von dem Fall und der Stärke der Zahnbewegung ab. Die Preise variieren auch hier je nach Behandlungsdauer und können zwischen 1656 und 3990 Euro liegen.

Die feste Metall-Zahnspange - optisch auffällig, dafür sehr effektiv
Die feste Zahnspange aus Metall ist wohl die bekannteste und die Assoziation der meisten, wenn das Wort Zahnspange fällt. Bei dieser Behandlung werden sogenannte Brackets auf die Zähne geklebt und anschließend mit einem Draht verbunden. In schweren Fällen kann zusätzlich ein Gummi verwendet werden, um den Effekt zu verstärken. Durch die Apparatur kann die Stärke der Einwirkung auf die Zähne kontrolliert werden. Dieser muss bei jedem Kontrolltermin vom Zahnarzt oder Kieferorthopäde neu justiert werden, um die gewünschte Zahnbewegung zu ermöglichen. Der hohe Druck, der auf die Zähne wirkt, führt häufig zu Schmerzen und Problemen beim Essen oder Reden.

Die Behandlungsmethode ist sowohl für Kinder, Jugendliche als auch für Erwachsene geeignet bei den Meisten aber ist sie wegen dem optischen Aspekt nur wenig beliebt. Mit diesem Modell können nahezu alle Zahnfehlstellungen behandelt werden und besonders für schwere Fälle ist die Methode effizient, da sie auch starke Verschiebungen korrigieren kann. Die Kosten müssen individuell je Fall bestimmt werden, liegen aber im Durchschnitt bei 3.500 bis 6.500 Euro. Die Behandlungsdauer liegt zwischen 12 und 36 Monaten und hängt von der Art und Stärke der Zahnfehlstellung ab.

Die Inkognito Zahnspange - unauffällig aber schwer zu reinigen
Die innenliegende Zahnspange oder auch inkognito oder linguale Zahnspange genannt, befindet sich an der Innenseite der Zähne und sorgt somit für eine unauffällige Bewegung der Zähne in die gewünschte Position. Um die Zahnbewegung zu ermöglichen, werden sehr flache und individuell angepasste Brackets an bestimmten Punkten der Zahninnenseite befestigt und mit Drähten verbunden. Die linguale Zahnspange ist sowohl für Kinder, Jugendliche als auch für Erwachsene geeignet und kann nahezu alle Zahnfehlstellungen behandeln, wie beispielsweise Vorbiss, Überbiss, Kreuzbiss, Lückenbildung und viele weitere.

Die durchschnittliche Behandlungsdauer liegt bei 12 bis 24 Monaten. Die Reinigung der inkognito Zahnspange gestaltet sich als relativ schwierig, da sie für den Patienten selbst kaum sichtbar ist. Das effektive System verspricht schnelle Erfolge und eine verkürzte Behandlungsdauer im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden. Die Kosten variieren stark nach Fall und stärke der Zahnfehlstellung. Durchschnittlich liegen die Kosten zwischen 2.500 und 9.000 Euro.

Die lockere Zahnspange - nur für leichte Zahnfehlstellungen
Die lockere Zahnspange kann herausgenommen werden und ist daher sehr praktisch. Sie besteht meistens aus einer Kunststoffplatte mit Schrauben oder Federn und einigen Drahtklammern, die die Zahnbewegung ermöglichen. Eine lockere Zahnspange kann den Kiefer drehen oder einzelne Zähne bewegen. Eine Veränderung der gesamten Position der Zähne ist allerdings nicht möglich, da die Zähne von einer lockeren Zahnspange nur gekippt werden können. Es gibt verschiedene Arten der lockeren Zahnspangen wozu unter anderem die aktiven Platten, die Aktivatoren und die herausnehmbaren Kunststoffschienen gehören.

Die Behandlung mit einer lockeren Zahnspange wird meist nur bei leichten Zahnfehlstellungen angewendet. Die Tragdauer liegt je nach Zahnfehlstellung bei 2-4 Jahren. Die Behandlung mit einer lockeren Zahnspange ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geeignet, wobei die Selbstverantwortung für das Tragen hoch ist. Die lockere Zahnspange sollte täglich so oft es geht getragen werden und nur zum Reinigen und Essen herausgenommen werden. Die Kosten liegen je nach Dauer der Behandlung zwischen 1100 und 1500 Euro und sind somit vergleichsweise niedrig.

Wie entstehen schiefe Zähne?
Schiefe Zähne bei Erwachsenen entstehen durch die Zahnwanderung in eine vorhandene Lücke. Wenn im Kiefer eine Lücke vorhanden ist, wandern oder kippen die anderen Zähne in diese Lücke und somit entsteht meist eine neue Fehlstellung. Zähne wandern im Allgemeinen mit der Zeit zur Mitte des Kiefers, das ist ein natürliches Phänomen und wird der physiologische Mesialdrift genannt. Auch das Pressen und Knirschen in der Nacht kann zu schiefen Zähnen führen. Einige Erwachsene bekommen nach einem Unfall oder einer Verletzung im Kiefer schierstehende Zähne. Hierfür ist es wichtig, dass direkt nach der Verletzung ein Arzt oder Kieferorthopäde aufgesucht wird, der die Problematik beheben kann. Lockere Zähne müssen gefestigt werden. 

Bei Kindern ist eines der Ursachen für schief wachsende Zähne und einer Gebissfehlstellung das Daumenlutschen oder die lange Benutzung eines Schnullers. Wenn bei Kindern die Milchzähne schief stehen, ist das noch kein Grund zur Besorgnis. Wenn die Milchzähne rausfallen und die bleibenden Zähne schief wachsen, sollte man einen Kieferorthopäden aufsuchen um über mögliche Behandlungen zu sprechen. 

Zahnfehlstellungen vermeiden 
Bei Kindern sollte die Abgewöhnung an den Schnuller und das Daumenlutschen früh abgewöhnt werden, damit der Kiefer sich nicht an diesen Ständigen Druck gegen den Gaumen gewöhnt. So entstehen meistens falsche Ausprägungen des Gebisses und das Wachstum des Kiefers wird beeinflusst. Bei Erwachsenen sorgen meistens Lücken für schiefe Zähne, also sollten diese mit Zahnersatz gefüllt werden, damit die benachbarten Zähne nicht in diese Lücke wandern. Wenn Erwachsene Knirschen, sollte man in jedem Fall eine Beißschiene oder Nachtschiene tragen, damit das Pressen die Zähne nicht bewegt. Dies hat auch den Vorteil, dass die Abnutzung des Zahnschmelzes reduziert wird. Zahnfleischerkrankungen und Zahnfleischrückgang sorgen dafür, dass die Zähne gelockert werden und somit schief werden können. Es ist wichtig, dass lockere Zähne (auch nach einem Unfall zum Beispiel) mit einem Drahtretainer gesichert werden, damit sie nicht wandern und schief werden. Eine Form der Retention, sei es eine lockere Schiene oder ein permanenter Draht, sollte immer nach einer Zahnkorrektur verwendet werden, damit die Zähne nicht wieder schief werden. 

Invisalign

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